04.04.2025
Maul- und Klauenseuche - Informationen
In der Unterlage mit den Geboten (siehe Downlaods) zum Schutz des Betriebes vor Maul- und Klauenseuche steht: 1. Gebot Personenverkehr am Betrieb auf ein Minimum reduzieren!
Was bedeutet das für Betriebe mit Kund:innen und Gästen bzw. „betriebsfremden Personen“?
Was bedeutet das für Betriebe mit Kund:innen und Gästen bzw. „betriebsfremden Personen“?
- Dieses Gebot bedeutet, dass die Betriebe eigenverantwortlich handeln müssen.
- Betriebe mit Direktvermarktung müssen abwiegen und entscheiden, ob die Kunden nach wie vor auf den Hof kommen können. Dabei ist relevant, ob Kund:innen aus der Umgebung oder auch aus größeren Entfernungen kommen.
- Bei Urlaub am Bauernhof gibt es einige Kriterien für die Entscheidung Gäste anzunehmen oder abzulehnen, etwa die Entfernung ihres Wohnortes zu definierten Zonen oder zu Regionen, in der Nähe von Ausbruchsfällen.
- Bei Betrieben mit Schule am Bauernhof und Green Care, gelten dieselben Ansätze bezüglich der Entscheidung betriebsfremde Personen auf den Hof kommen zu lassen.
- Stallbesuche sollten derzeit tabu sein; Ev. Schilder aufstellen oder Banner aufhängen, mit der Aufforderung „Betreten verboten! Wir wollen unseren wertvollen Tiere schützen“.
- Die Hygienemaßnahmen gelten für alle betriebsfremden Personen (Arbeitskräfte, Postbedienste, Verwandte , Handwerker, 24-Stunden Hilfe, usw.)
Art der Erkrankung und betroffene Tierarten
Die MKS ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Paarhufern. Auch wildlebende Paarhufer, wie Hirsche, können sich infizieren.
Das Auftreten von MKS verursacht schwerwiegende (wirtschaftliche) Folgen.
Krankheitsverlauf und Symptome
Die Maul- und Klauenseuche ist durch einen schweren Krankheitsverlauf gekennzeichnet. Es bilden sich Blasen im Maulbereich (Lippeninnenseite, Zunge, Zahnfleisch), am Euter und an den Klauen (Zwischenklauenspalt, Kronsaum). Die Tiere speicheln, zeigen verminderte Fresslust, Bewegungsunlust, Apathie, langsames Aufstehen, trippeln und sie haben Fieber (40 bis 42°C). Bei Rindern reduziert sich zudem die Milchleistung und bei Kälbern ist die Sterblichkeitsrate hoch. Bei Schweinen kommt es zu sehr starken Veränderungen im Klauen- und Extremitätenbereich (Ausschuhen ist möglich). Bei Ferkeln treten häufig Todesfälle ohne klinische Symptome auf. Bei Schafen ist Lahmheit meist die einzige klinische Erscheinung.
Behandlungsmöglichkeit: Keine Behandlung möglich!
Im Ausbruchsfall kann die Behörde empfängliche Tierarten impfen, jedoch dient diese Maßnahme nur zur Eindämmung der Virusausbreitung und die Tiere müssen trotzdem gekeult werden.
Verbreitung
Der Erreger verbreitet sich durch direkten Tierkontakt, durch kontaminierte Produkte, Ausscheidungen und Gegenstände. Das Virus kann mit dem Wind mehrere Kilometer weit verbreitet werden. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis sieben Tage. Bei verdächtigen Symptomen ist unbedingt die Tierärztin bzw. der Tierarzt beizuziehen.
Aktuelle Informationen
Finden Sie auch auf der Homepage Ihrer Landwirtschaftskammer oder auf der Homepage der Landwirtschaftskammer Österreich: www.lko.at/maul-und-klauenseuche
Webinar: Aktuelle Infos zur Maul- und Klauenseuche
Das Webinar bietet praxisnahe Einblicke in die seuchenrechtlichen Maßnahmen und gibt wertvolle Tipps zu vorbeugenden Maßnahmen.
Termin: 11. April 2025, 19 - 21 Uhr
Das Webinar ist kostenlos.
Jetzt anmelden
Referenten:
Termin: 11. April 2025, 19 - 21 Uhr
Das Webinar ist kostenlos.
Jetzt anmelden
Referenten:
- Mag. Florian Fellinger, Leitung Gruppe III/B, Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
- Mag. Johannes Graf, MSc, Abt. Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle der NÖ Landesregierung, Amtstierarzt